Planetary Aspects and Transits
Benutzerhandbuch
Hermetic Systems
Dies ist eine Übersetzung (von Klaus Scharff) der englischen Version des Benutzerhandbuches
dieser Software, daher beziehen sich die graphischen Darstellungen auf die englische Version.


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Historischer Hintergrund

Wie seit uralten Zeite bekannt ist, bewegen sich die fünf sichtbaren Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) am Nachthimmel relativ zu den Fixsternen. Für die ersten Menschen, die in der Lage waren das zu beobachten und darüber nachzudenken, musste die Art und Weise, in der sich die Planeten bewegen, rätselhaft erscheinen. Im 4.Jahrhundert v.Chr. hatten die Babylonier genügend genaue Beobachtungen angesammelt, die sie in die Lage versetzten, die planetaren Bewegungen vorherzusagen. Griechische Astronomen entwickelten zu dieser Zeit eine Vielzahl von geometrischen Modellen, um diese Bewegungen zu erklären. Aber diese Modelle wurden eher als Berechnungsmethoden angesehen und nicht als Modelle von tatsächlichen Bewegungen. Im 3.Jahrhundert n.Chr. präsentierte Aristarch von Samos die Hypothese, dass sich die Erde selbst dreht (daher scheinen sich die Planeten um die Erde zu drehen) und dass sich die Erde um die Sonne dreht. Aber diese Idee wurde von seinen Zeitgenossen als bizzar angesehen und abgelehnt. Favorisiert wurde ein Modell (vertreten von Aristoteles), in dem sich die Sonne und alle Planeten um die Erde drehen. Im 2.Jahrhundert konnte Claudius Ptolemäus die Bewegungen der Planeten mit einem akzeptablen Grad an Genauigkeit berechnen. An dieser geozentrische Sichtweise des Sonnensystems wurde zusammen mit der aristotelischen Philosophie noch bis ins 17. Jahrhundert festgehalten.

Im frühen 16.Jahrhundert machte Nikolaus Kopernikus die Annahme, dass sich sowohl die Erde als auch alle bekannten Planeten um die Sonne drehen. Dadurch konnte er Entfernungen der Planeten von der Erde postulieren, die in Übereinstimmung mit den bekannten siderischen Umlaufzeiten waren. Auf diese Weise brachte er Klarheit in die verworrene Frage über die Entfernungen der Planeten von der Erde. Indem er sein heliozentrisches Modell zur Anwendung brachte, war Kopernikus in der Lage, die beobachteten Bewegungen der Planeten mit nahezu genau so großer Genauigkeit zu berechnen wie Ptolemäus. Seine Resultate wurden 1543 publiziert, aber die Bedeutung der heliozentrischen Theorie als ein Modell der tatsächlichen Struktur des Sonnensystems wurde erst im 17. Jahrhundert durch die von Johannes Kepler veröffentlichten Bücher deutlich gemacht.

Die heliozentrische Theorie wurde mit der Zeit weitgehend akzeptiert, besonders als der erste Planet, den die antiken Beobachter nicht kannten, der Uranus, 1781 von William Herschel entdeckt wurde.1846 wurde Neptun von Urbain LeVerrier und 1930 der Planet Pluto von Clyde Thombaugh entdeckt. Pluto ist eine der zehn planetarischen Archetypen, die Gegenstand des Buches Cosmos and Psyche von Richard Tarnas sind. Der Status eines Archetyps wird Pluto durch die zuletzt von einigen Astronomen gemachte Abstufung, er gilt jetzt als Zwergplanet, nicht beeinträchtigt. Denn diese Astronomen betrachten nur die physikalische Größe, in Übereinstimmung mit ihrer materialistischen Annahme, dass nur das real ist, was physikalisch messbar ist.

Heute ist das heliozentrische Modell so sehr akzeptiert, dass es schwierig ist zu verstehen, wie die Planeten in den Zeiten vor Kopernikus verstanden wurden (und dies war damals auch nicht klar für jedermann). Obwohl aber unser modernes Verständnis von der Struktur des Sonnensystems kopernikanisch ist, können wir immer noch eine geozentrische Sicht der Planeten und ihrer Bewegungen annehmen. Diese Sichtweise bezieht sich nicht auf die scheinbaren Positionen am Nachthimmel, wie sie von einem besonderen Ort der Erde gesehen werden (sagen wir, mit Venus am Himmel in einer bestimmte Richtung und eine bestimmten Höhe), da diese Position vom Ort des Beobachters abhängt. Die Bewegungen der Planeten werden viel regulärer, wenn wir einen (imaginären) Standpunkt eines idealen Beobachters im Zentrum der Erde annehmen.


Aspekte

In der Sichtweise eines idealen Beobachters im Zentrum der Erde zieht die Sonne im Verlauf ihrer Jahreszeiten eine komplette Kreisbahn in Bezug dem Hintergrund der Fixsterne, und in jedem Jahr wird der gleiche Kreis vollzogen. Dieser Kreis wird die Ekliptik, genannt und bestimmt die ekliptische Ebene.

Jeder Planet umkreist die Sonne in seiner eigenen orbitalen Ebenen und (mit Ausnahme des Pluto) stimmen diese Umlaufbahnen fast alle mit der ekliptischen Ebene überein. Daher ist es näherungsweise richtig, dass sich alle Planeten in der ekliptischen Ebene bewegen, mit geringfügigen Bewegungen nach oben und nach unten (und mit einer größeren vertikalen Bewegung im Fall des Pluto). Daher läßt sich die Position eines Planeten zu irgendeiner gegebenen Zeit näherungsweise durch einen Längengrad spezifizieren, den man auch die ekliptikale Länge nennt. Astrologen ignorieren im Allgemeinen den Winkel eines Planeten über oder unterhalb der ekliptischen Ebene und betrachten nur seine ekliptikale Länge. Wenn der Winkelabstand von zwei Planeten (d.h. die Differenz ihrer Längengrade) nahe zu 0°, 60°, 30°, 90°, 120°, 150° oder 180° ist, dann sprechen wir davon, dass die Planeten einen Aspekt bilden.

Wenn drei oder mehr Planeten sich so formieren, dass jedes Paar einen Aspekt bildet, dann nennen wir das ein Aspektbild. Für eine ausführlichere Erklärung von Aspekten und AspektBilder bitte sehen Sie:

Planetarische Aspekte und Aspektbilder

Die astrologische Praxis unserer Zeit (in der Geburtshoroskope und Transite interpretiert und für die Vorhersage benutzt werden) beschäftigt astrologische Tierkreiszeichen (Widder, Stier usw.) und Häuser (zwölf davon, jedes unterteilt in drei Dekane). Die Praxis geht noch viel weiter und fügt Komplikationen hinzu, wie etwa Planeten, die Tierkreiszeichen und Häuser beherrschen. Planeten können erhöht sein, usw., je nachdem in welchem Haus sie sich befinden. Tierkreiszeichen werden klassifiziert als kardinal, fix oder flexibel. Häuser korrespondieren mit Arbeit, Beziehungen usw.

Diese Software beinhaltet diese Komplikationen nicht, da sie sich nur mit Aspekten und Transiten befasst. Sie dient zwei Zwecken: (i) sie soll praktizierende Astrologen (und diejenigen, die sich für Astrologie interessieren) mit genauen und leicht erreichbaren Daten über Welttransite, Geburtshoroskope und persönliche Transite versorgen und (ii) sie soll Informationen über planetarische Aspekte und Transite liefern, um die Behauptungen von Richard Tarnas zu überprüfen, die er in Cosmos and Psyche aufgestellt hat. Was im Fall (ii) benötigt wird ist nur ein Verstehen der Aspekte und Transite und Verständis für die Bedeutung von planetaren Archetypen (wie in Cosmos and Psyche beschrieben).


Transite

Ein Transit findet statt, wenn ein aktueller Planet mit einem Planeten des Geburtshoroskops einen Aspekt bildet, so ereignen sich Transite für eine bestimmte Zeitperiode. Richard Tarnas verwendet diesen Term ebenfalls, um den Aspekt zwischen zwei aktuellen Planeten zu beschreiben, der für einige Zeit anhält. Die Dauer eines Transits kann kurz (nur Stunden) oder lang (Jahre) sein. Sie hängt auch von dem Wert ab, den man dem Orbis dieses Aspekts mitgibt: je größer der Orbis, desto länger der Transit.

Die Konzepte des Geburtshoroskops (engl.: natal chart), des persönlichen Transits (engl.: personal transit) und des Welttransit (engl.: world transit) sind grundlegend für die Anwendung dieser Software. Richard Tarnas erklärt diese Konzepte wie folgt:

Das Geburtshoroskop: Die Positionen der Planeten relativ zur Zeit und zum Ort der Geburt eines Individuums befinden sich mit dem ganzen Leben dieser Person in einer signifikanten Korrepondenz. Sie reflektieren eine archtypisches Dynamik und Beziehungen, die sich spezifisch in seinen oder ihren psychologischen Tendenzen und in der Biographie ausdrücken.

Persönliche Transite: Die Positionen der Planeten relativ zur Zeit und zum Ort der Geburt eines Individuums befinden sich mit den spezifischen Erfahrungen dieser Person zu dieser Zeit in einer signifikanten Korrepondenz. Sie reflektieren eine dynamische Aktivierung der archtypischen Potentiale, die im Geburtsshoroskop symbolisiert sind.

Welttransite: Die Positionen der Planeten relativ zur Zeit und zum Ort der Geburt eines Individuums befinden sich mit dem vorherrschenden Zustand der Welt in einer signifikanten Korrepondenz. Sie reflektieren den Zustand der kollektiven achretypischen Dynamik, was in den spezifischen, historischen und kulturellen Bedingungen und Ereignissen zu dieser Zeit sichtbar wird.

In allen drei Formen der Korrespondenz, die Besonderheiten der planetarischen Interaktion —, die Planeten die beteiligt sind und wie sie sich geometrisch zueinander anordnen — werden als höchst wichtige Fakoren im Verständnis der korrespondierenden menschlichen Phänomene angesehen.


Wie die Software anzuwenden ist

Es gibt vier Typen von Berechnungen, die gemacht werden können:

Jeder dieser Typen kann entweder unter Verwendung des tropischen Tierkreises oder des siderischen Tierkreises berechnet werden (mehr darüber weiter unten).

Wenn ein Datum spezifiziert wird (ob Weltdatum oder Geburtsdatum), dann kann eine Uhrzeit optional angegeben werden. Wenn keine Zeit angegeben wird, dann ist die Grundeinstellung 12:00. Diese Zeit kann auch mit Bezug auf eine Zeitzone eingetragen werden. Wenn keine Zeitzone gegeben ist, dann stellt sich die lokale Zeitzone ein (für den Ort, an dem die Software verwendet wird). Wenn man zum Beispiel von einer Person weiß, dass sie um 15.00 in Rom, Italien, geboren wurde, dann sollte die Zeit als 15:00 GMT+1:00 spezifiziert werden.

Der Bereich der Daten, die eingegeben werden können, liegt zwischen dem 1.Januar 1 n.Chr. bis zum 31.Dezember 2799 n.Chr. Die Längen des Uranus und des Neptun können mit dieser Software nicht berechnet werden für Daten, die früher als 1.Januar 1600 n.Chr. liegen. Für solche Daten (ob Weltdatum oder Geburtsdatum) werden die zwei Planeten nicht in der Tabelle oder in der graphischen Anzeige erscheinen. In entsprechender Weise werden die Daten des Pluto von dieser Software für den Zeitraum vom 1.Janaur 1900 bis zum 30.Dezember 2050 n.Chr. unterstützt. (Während dieses Zeitraums bildet Pluto nur einen Aspekt mit Neptun, ein sextile, das für fast 102 Jahre dauert.)

Durch Anklicken des 'Now' Buttons wird das Weltdatum auf das aktuelle Datum, die aktuelle Zeit und die Zeitzone gesetzt, wie es aus ihrem Computer herausgelesen werden kann.

Um die Welttransite für ein besonderes Datum zu berechnen, um ein Geburtshoroskop zu bekommen, um persönliche Transite für eine besondere Person oder ein besonderes Weltdatum zu erhalten oder um die Synastrie zwischen zwei Menschen berechnen zu lassen, geben Sie die geeigneten Daten ein und wählen Sie die gewünschte Ausgabe.

Wenn Daten oder Zeiten mittels des Drop-Down-Menüs geändert werden, müssen Sie auf den 'Compute'-Button klicken um das Resultat in tabellarischer oder graphischer Form angezeigt zu bekommen. Tun Sie dies insbesonders, wenn der 'Display Chart' (der sich in 'Display Table' verändert hat) nicht sichtbar ist. Sie können leicht zwischen tabellarischer und graphischer Anzeige hin und her schalten, wenn Sie diesen Button verwenden.

Das Resultat wird in einer Tabelle angezeigt, und es kann auch graphisch dargestellt werden. Ein Beispiel für tabellarische und graphische Resultate für ein Weltdatum wird in der Einführung gegeben, und Beispiele für andere Berechungsformen werden hier gegeben. Ein 'r', das dem Längengrad eines Planeten folgt, zeigt an, dass er retrograd ist (d.h. er bewegt sich scheinbar rückwärts). Eine retrograde Bewegung ist bei Planeten nicht ungewöhnlich und beruht auf den relativen Bewegungen von Planeten und Erde.

Die Winkelwerte in der Tabelle geben die Differenz zum exakten Wert eines Aspekts in Gradzahlen und Minuten an. Wenn zum Beispiel Mars und Venus mit Sqr 3° 0' angezeigt werden , dann bedeutet dies, dass die Differenz ihrer Längengrade 3° vom exakten Wert eines Quadrataspekts entfernt ist, nämlich 90°. Daher beträgt die Differenz entweder 87° oder 93°. Ein '+ nach dem Winkel bedeutet, dass der Aspekt zum Datum und zu der angegebenen Zeit zunimmt, während ein '-' bedeutet, dass er abnimmt.

Bei Welttransiten, mit Doppelklick auf einen Aspekt in der Anzeige bekommt man die Dauer des Transits angezeigt, wie rechts illustriert.

Bei einem Welttransit zeigt die Antwort 'Ja' auf die Frage einen Bericht, wie unten angezeigt (dies kann ebenso mit dem 'Report'-Button erreicht werden).

Dieselbe Art von Bericht ist auch für persönliche Transite verfügbar (erreicht mit dem 'Report'-Button), wie unten illustriert.

Aber bei Persönliche Transite liefert ein Doppelklick auf einen Aspekt nicht ein Bericht sondern ein grafisches Bild der Dauer des Aspekts und die Positionen der transitierenden Planeten im Verhältnis zu den Planeten im Geburtshoroskop, wie weiter unten illustriert. Die Graphik zeigt die Rückkehr des Uranus für C.G.Jung (geboren am 26.Juli 1875, gestorben am 6.Juni 1961).

Der mittlere Teil des Graphen zeigt, dass Uranus näherungsweise vom 24.November 1958 bis zum 22.April 1959 retrograd war (tatsächlich war er, wie man durch Anschauen der tabellarischen Werte herausfinden kann, vom 22.November 1958 bis zum 19.April 1959 retrograd).

Der farbige Graph zeigt die Differenz zur exakten Konjunktion bei Verwendung des tropischen Tierkreises und die graue Linie zeigt die Differenz, wenn der siderische Tierkreis verwendet wird. Die Wahl des Tierkreises in der Konfigurationsleiste bestimmt welcher Graph farbig ist (nämlich der Graph für den ausgewählten Tierkreis) und welcher grau ist.

Für andere Aspekte als Konjunktionen zeigt der Graph die Differenz an, wenn die Länge des transitierenden Planeten um einen geeigneten Betrag (z.B. 90° für Quadrate und 120° für Trigone) versetzt ist. Das folgende Bild zeigt die relativen Positionen des transitierenden Pluto in Bezug zum Neptun im Geburtshoroskop von C.G.Jung während des Trigonaspekts von 1957-1960.

Die 'Forward'- und 'Back'-Buttons bewegen die Ausgabe für eine ausgewählte Periode (30 Minuten, 1 Tag, 1 Monat, oder 1 Jahr) vorwärts. Der 'Run'-Button wird verwendet, um die graphische Anzeige 1 Tag, 1 Monat oder 1 Jahr vorwärts laufen zu lassen, bis zum Stop.

Wenn Welttransite angezeigt werden, erlaubt Ihnen der 'Run' Button ein besonderes Aspektmuster zu suchen (schrittweise 1 Tag, 1 Woche, etc.). Sie können dem Programm auch sagen, dass es nach simultanen Ereignissen von zwei oder mehr der ausgewählten Aspektmuster suchen soll. Wenn dies möglicherweise einige Zeit in Anspruch nehmen sollte, dann können Sie durch Anwahl von 'Run quickly' die normal Geschwindigkeit der Suche um den Faktor 10 vergrößern.

Der Zustand des Programms kann über den 'Save state'-Button gesichert werden. Dies ist nützlich, um ein besonderes Geburtsdatum einer Person zu sichern (die Datei sollte entsprechend mit dem Namen der Person benannt werden) und um ein besonderes Paar von Geburtsdaten zu sichern (wieder empfiehlt es sich die Datei geeignet zu benennen). Eine Datei wird so gesichert, dass sie später wieder geladen und der Programmzustand wieder hergestellt werden kann. Die Programmzustandsdateien haben alle die Kennung 'pat'.

Wenn das graphische Bild angezeigt wird, dann erlaubt Ihnen der 'Save as ...' Button das Bild als BMP file abzuspeichern. (Um Dateien dieses Typs zu kleinerem JPG und PNG Dateien umzuwandeln, können Sie unser Easy Graphics File Converter Programm verwenden.)


Konfiguration

Anklicken des 'Configure' Buttons erzeugt die Schaltfläche, die auf der rechten Seite angezeigt wird.

Tropischer und Siderischer Tierkreis

Es gibt zwei Tierkreise, die bei den Astrologen in Gebrauch sind. Vedische (Indische) Astrologen verwenden einen siderischen Tierkries, während die meisten westlichen Astrologen einen tropischen Tierkreis verwenden. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Bezugsrichtung, die man bei der Spezifizierung der planetarischen Längengrade als Null verwendet. Das vedische System verwendet die Richtung auf einen konstanten Punkt in der Ekliptik, ein Punkt in der Sternkonstellation Widder, der daher als Null Grad Widder bekannt ist. Im 2.Jahrhundert n.Chr. nahm Claudius Ptolemäus Null Grad Widder als die Richtung einer Linie, die man im Zeitpunkt des Frühlingsequinoktiums von der Erde zur Sonne zieht. Begründet durch das, was man die Präzession der Equinoktien bezeichnet, ist diese Richtung nicht mehr länger die gleiche Richtung, die von den vedischen Astrologen benutzt wird. Über die Jahrhunderte hat diese Differenz zugenommen, so dass die Differenz zwischen beiden Richtungen gegenwärtig (2010) ungefähr 24° beträgt. Konsequenterweise unterscheidet sich die Position eines Planeten mit Bezug auf Null Grad Widder nach dem tropischen Tierkries um 24° von seiner Position im siderischen Tierkreis, mit dem Resultat, dass die Planeten in den beiden Tierkreisen oft in unterschiedlichen Sternzeichen lokalisiert werden. Dies hat zu einer Debatte unter den westlichen Astrologen geführt, welcher Tierkreis vorzuziehen ist. Eine detallierte Diskussion dieser beiden Tierkreise finden Sie hier: Der Tropische und der Siderische Tierkreis  Diese Software erlaubt Ihnen, den Tierkreis zu verwenden, den Sie bevorzugen.

Orben

Wenn zwei Planeten einen Aspekt bilden, kann dieser Aspekt exakt sein oder vom genauen Wert um eine Anzahl von Graden abweichen. Die Anzahl von Graden, die akzeptabel ist, nennt man Orbis. Der Orbis beeinflusst die Zahl des Aspekte (je größer der Orbis, desto mehr Aspekte).

Orben für Welttransite und Geburtsaspekte können für jeden der oben gezeigten sieben Aspekte gesetzt werden; die Werte gehen von 0° bis 15°. Wenn ein Orbis auf 0° gesetzt wird, dann wird dieser Aspekt in der tabellarischen oder graphischen Ausgabe nicht angezeigt. Das erlaubt Ihnen, Aspekte aus dem Bild auszuschliessen, die nicht relevant sind.

Orben für persönliche Transite und Synastrien werden als Bruchteile der Orben für Welttransite spezifiziert; diese reichen von 1/2 bis 1/5. Diese Orben gelten für alle Planeten.

Der Halbsummenorbis wird gesondert eingestellt. Jeder der acht Werte, die im Bereich von 0° 5' bis 3° liegen, kann gesetzt werden. Natürlich werden je größer der Halbsummenorbis ist um so mehr Mittelpunkte auftauchen. Um eine zu große Anzahl zu vermeiden, wird der Halbsummneorbis normalerweise auf 1° oder kleiner gesetzt.

Aspektfarben

In dieser Software hat jeder der sieben Aspekte seine eigene Farbe, wie oben gezeigt wird. Sie können unterschiedliche Farben für die Aspekte festlegen, indem Sie auf die farbigen Linien im Konfigurationsfenster klicken. Wenn Sie z.B. Konjunktionen gelb, Oppositionen und Quadrate rot, Trigone und Sextile dunkelblau färben wollen, so können Sie dies tun. Mit diesen Farben erscheint das planetarische Arrangement vom 13.September 2011, wie hier dargestellt, wie rechts.

Genauigkeit der Aspekte

Sie können auch angeben, wann ein Aspekt als "eng" angezeigt werden soll, indem Sie angeben dass Fettdruck (in der Tabelle) oder eine dicke Linie (in der graphischen Anzeige) verwendet werden soll, wenn die Trennung (a) kleiner als ein Grad oder (b) kleiner als ein bestimmter Bruchteil des Orbis ist (der Bruchteil kann aus neun Werten im Bereich von 1/20 bis 1/2 ausgewählt werden.

Die Kontrollkästchen für Farbe und Fettdruck übertragen sich auch auf die graphische Anzeige. Wenn das Kontrollkästchen für Fettdruck angekreuzt wird, dann sind die Linien, die Planeten in der graphischen Anzeige verbinden, dick gezeichnet, wenn die Trennung kleiner ist als 1° oder ein spezifizierter Bruchteil des Orbis, andernfalls bleiben sie dünn.


Tagtägliches Verständnis der planetarischen Transite

Nachdem Sie Ihr Geburtsdatum eingegeben haben (Sie müssen nicht die exakte Zeit eingeben) klicken Sie auf den 'Now' Button und und wählen dann 'Personal transits', um die Beziehungen zwischen den aktuellen Planetenpositionen und den Positionen der Planeten Ihres Geburtshoroskops zu sehen. Wenn Sie zum Beispiel am 17.Juni 1969 geboren wurden und das gegewärtige Datum ist der 22.Januar 2010, dann zeigt das graphische Bild (unter Verwendung der voreingestellten Werte für den Orbis und, wie in diesem Beispiel, mit dem siderischen Tierkreis — nicht dem tropischen Tierkreis) 22 Transite. Dies erscheint recht viel auf einmal, daher können wir die weniger exakten Transite eliminieren, indem wir den Bruchteil für persönliche Transite (in der Konfigurationsschaltfläche) von 1/2 auf 1/4 reduzieren. Das Graphikbild zeigt dann 9 Transite: 1 Opposition (mauve), 1 Quadrat (rot), 4 Trigone (grün), 2 Sextile (hellblau) und 1 quinkunx (grau), wie rechts gezeigt.

Sie können auf den 'Report' Button klicken, um einen Bericht zu erhalten:

Daher erlaubt Ihnen das Programm gegenwärtige Transite zu identifizieren und heraus zu finden, wann sie beginnen und wann sie enden, und wann sie exakt werden (wenn Sie den 'Back' bzw. den 'Forward' Button anwenden).

Indem Sie die Bilder der gegenwärtigen Welttransite und die Transite für ihr Geburtshoroskop anschauen, können Sie herausarbeiten, wann sich Aspektmuster bei Ihren persönlichen Transiten ergeben. In diesem Beispiel der Positionen der beiden transitierenden Planeten Saturn und Venus (weiss auf schwarz) und der Positionen der beiden Geburtsplaneten Merkur und Mars (schwarz oder blau auf grau) wird die Möglichkeit eines Drachenaspekts angezeigt. Für diesen Aspekt muss (a) die transitierende Venus mit dem transitierenden Saturn ein Trigon bilden, und die Karte für Welttransite bestätigt dies und (b) der Geburtsmerkur muss in Opposition zum Geburtsmars stehen, und die Geburtskarte bestätigt dies. Auf dieses Weise formen die transitierenden Planeten Venus und Saturn und Geburtsplaneten Merkur und Mars diesem Tag einen exakten Drachen (alle Aspekte liegen unter 1°) — ein günstiges Aspektmuster, obwohl es in Bezug auf die archetypischen Qualitäten der vier beteiligten Planeten interpretiert werden muss. Wenn man (die Person mit diesem Geburtsdatum) sich etwas für diesen Tag vorgenommen hat, dann würde dies wahrscheinlich einen Erfolg ergeben.

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